Wasserpflanzen sind für ein funktionierendes Ökosystem im Gartenteich unentbehrlich. Ebenso wichtig ist aber auch die richtige Wahl der Pflanzen und das Einsetzen am passenden Standort im Teich.

Ein schöner Gartenteich ist immer ein herrlicher Blickfang und eine Quelle der Ruhe und Energie. Er bietet vielen Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum und es gibt nichts Schöneres, als an heissen Sommertagen am kühlen Wasser zu sitzen. Damit die Pflanzen im Teich gut wachsen und blühen, sind einige Punkte bei der Auswahl zu berücksichtigen. Einerseits muss beachtet werden, ob die Pflanze einen Schatten-, Halbschatten- oder Sonnenplatz erhält und andererseits der Pflanzbereich im Teich: Wird die Pflanze ans Ufer, in den Sumpfbereich oder in die Tiefe platziert? Werden diese Punkte fachgerecht berücksichtigt, dann erfreuen Sie sich das ganze Jahr an einer herrlichen Teichflora.

Der richtige Standort

Falls Sie einen neuen Gartenteich in Planung haben, ist es von Vorteil, wenn Sie einen Standort wählen, der vom Schatten bis in die Sonne reicht. Dadurch haben Sie die grösste Auswahl an Pflanzen zur Verfügung. Die meisten blühenden Pflanzen wie Schwertlilien oder Seerosen mögen sonnige bis halbschattige Standorte, wobei gerade die Seerose ziemlich anspruchslos ist, sie blüht auch an einem schattigen Platz. Ebenso die meisten Unterwasserpflanzen: Wasserstern, Hornkraut, Wasserpest, Tausendblatt und Seekanne, um nur einige zu nennen, mögen sonnige bis halbschattige Standorte. Schattenliebend hingegen sind z.B. Farne und Drachenwurz, sie würden an der prallen Sonne verkümmern.

Die richtige Wahl der Wasserpflanzen

Alle Pflanzen im Teich erfüllen eine ganz spezielle Aufgabe. Um einen ausgewogenen Lebensraum zu schaffen, sind mindestens drei Arten von Wasserpflanzen für einen Teich zu wählen.

In keinem Teich dürfen Sumpfzonenpflanzen fehlen, die im flachen Wasser oder im Bereich zwischen Wasser und Land gedeihen. Sie bieten am Teich lebenden Tieren Schutz und Nahrung und sorgen für die Befestigung des Ufers. 

Schwimmpflanzen wie Wasserhyazinthen oder Wasserlinsen nehmen den Algen das lebensnotwendige Licht und verhindern dadurch ein ungehemmtes Wachstum derselben. Die gleiche Funktion erfüllen auch Tiefwasserpflanzen, deren Wurzeln im Teichboden verankert sind, die aber Blätter und Blüten haben, die auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Auch Unterwasserpflanzen hemmen das Algenwachstum: Sie können viele Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen und stehen damit in direkter Nahrungskonkurrenz zu den Algen. Grössere Bestände von Unterwasserpflanzen können das Wachstum von Algen massiv verlangsamen oder gar stoppen. Sie sind ausserdem wichtige Sauerstoffspender. Immgrüne Arten wie Armleuchteralge oder Wasserpest können sogar im Winter Sauerstoff an das Teichwasser abgeben. Dieser Wasserpflanzentyp ist insbesondere für das Wohlbefinden von im Teich lebenden Fischen wichtig.

Fachgerechtes Einpflanzen der verschiedenen Typen

Achten Sie darauf, dass Ihre neu erworbenen Wasserpflanzen beim Transport nicht austrocknen. Falls Sie einen neu angelegten Teich bepflanzen, ist es am praktischsten, wenn Sie den Teich mit einem Drittel Wasser füllen, die Pflanzen einsetzen und dann mit dem restlichen Wasser auffüllen. Das kalkarme, weiche Regenwasser eignet sich übrigens am besten für den Gartenteich!
Die Tiefwasserpflanzen ergeben am meisten Aufwand. Am besten pflanzt man diese in Körben aus unverrottbarem Kunststoff. So wird das unkontrollierte Wuchern der Pflanzen verhindert und sie können problemlos mit einigen wenigen Handgriffen herausgenommen oder verschoben werden. Verwenden Sie unbedingt spezielle Wasserpflanzenerde und beschweren Sie diese anschliessend mit Kies, damit sie nicht ausgewaschen wird. Falls die Setztiefe erhöht werden muss, kann man ganz einfach Ziegelsteine oder andere flache Steine unterlegen und die Pflanze so auf die gewünschte Tiefe anheben.
Die am Ufer wachsenden Sumpfzonenpflanzen sind den Einflüssen des Wetters am meisten ausgesetzt. Damit sich die Pflanzen nicht lösen und nicht ins Wasser abdriften, lohnt es sich, die Gewächse mit einigen schweren Steinen zu befestigen. Optimal sind dabei kleinere Findlinge oder größere Kieselsteine. Sumpfzonenpflanzen können gerne ebenfalls in einem Korb gesetzt werden. Eine Alternative zum Pflanzen am Teichrand ist eine schwimmende Schale, in die eine Sumpfzonenpflanze gesetzt wird. Eine Schwimmschale soll aber am liebsten nicht in einem Teich verwendet werden, der an einem offenen, windigen Ort liegt.
Am einfachsten pflanzt man Schwimmpflanzen, die man lediglich sorgfältig auf die Wasseroberfläche legt. Es empfiehlt sich, die Pflanzen vorher mit lauwarmem Wasser abzuwaschen, um ev. Düngermittelreste und Algen loszuwerden.

Wasserpflanzen

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